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Therapie ohne Klinikaufenthalt

10.02.16 Allgemein

Es fordert Motivation und Mut, den Teufelskreis aus Abhängigkeiten zu durchbrechen. Die ambulante Sucht-Rehabilitation in der Sucht- und Drogenberatung bei der Diakonie Güstrow kann ein Ausweg sein. Ziel ist es, Abhängige von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder Glücksspielen kompetent zu behandeln, so dass sie wieder ein suchtmittelfreies Leben führen können. Ein stationärer Klinikaufenthalt ist dabei nicht vorgesehen. Das Angebot richtet sich an Frauen und Männer gleichermaßen.

„Die ambulante Reha, die seit fast einem Jahr zu unserem Angebot gehört, ist eine große Errungenschaft“, sagt Einrichtungsleiterin Katrin Moritz. „Früher hieß es bei Rehabilitation mit Suchtproblem immer: monatelang von zu Hause weg in eine Reha-Klinik. Nun kann man bei uns in der Beratungsstelle die Reha machen und dabei in seinem gewohnten Umfeld bleiben. Um die Reha besonders wohnortnah anzubieten, machen wir Einzelgespräche auch in unserer Außenstelle in Bützow möglich“, so Katrin Moritz. Zentrales Element der Reha ist die Gruppentherapie, die einmal pro Woche in der Beratungsstelle Güstrow stattfindet. Daneben gehören Einzelgespräche sowie der Austausch mit Angehörigen und Bezugspersonen zum Angebot. Durchgeführt wird die Reha von der Psychotherapeutin Kerstin Groß in Zusammenarbeit mit den Sucht-Therapeuten der Beratungsstelle unter ärztlicher Leitung von Dr. Kerstin Lüthens.

Die Behandlungsmethode lebt von ihren Klienten und wie diese sich gegenseitig untereinander unterstützen. „Gerade im Gruppengeschehen profitieren Betroffene von Erfahrungen anderer“, weiß die Psychotherapeutin Kerstin Groß. „Durch den Austausch mit unseren Klienten wissen wir, wie schwierig es ist, allein gegen eine Suchterkrankung anzukämpfen oder mit dieser zu leben. Das Gefühl, sich für eine abstinente Lebensweise rechtfertigen zu müssen und damit auf Unverständnis bei Mitmenschen zu stoßen, kennen viele Betroffene. Da ist der Austausch untereinander ein wesentlicher Faktor im Kampf gegen die Sucht“, erläutert die Psychotherapeutin.

Ob eine ambulante Behandlung in Frage kommt, hängt von verschiedenen Bedingungen ab. „Dazu gehören eine feste Wohnsituation, ein stabiles soziales Umfeld, eine Abstinenzphase von mindestens vier Wochen vor Reha-Beginn und die regelmäßige Teilnahme an den Gruppensitzungen“, erklärt Kerstin Groß. Die Dauer der Reha-Maßnahme erstreckt sich in der Regel von sechs bis neun Monaten und kann aus medizinischen Gründen verlängert werden. Finanziert wird die Rehabilitationsmaßnahme aufgrund eines Antrags bei der Rentenversicherung oder der Krankenkasse. Die Antragstellung ist für die Betroffenen oft eine große Hürde. Gern helfen die Mitarbeitenden der Sucht- und Drogenberatung bei der Antragstellung.

Wenn Sie weitere Informationen zum Thema ambulante Sucht-Rehabilitation wünschen, wenden Sie sich an die Mitarbeiter der Sucht- und Drogenberatung Güstrow, Eisenbahnstraße 18, Telefon: (03843) 681862 oder per E-Mail: suchtberatung-guestrow@diakonie-guestrow.de). Die Beratungsstelle in Bützow, Rühner Landweg 25, ist donnerstags geöffnet: Telefon: (038461) 9113125, E-Mail: suchtberatungbuetzow@diakonie-guestrow.de. Jede Beratung ist freiwillig, kostenfrei und vertraulich.

Ihr Ansprechpartner

Torsten Ehlers
Presse & Medien
Torsten Ehlers
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Platz der Freundschaft 14c
18273 Güstrow
Telefon: 03843 776 1040

torsten.ehlers@diakonie-guestrow.de