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Für das Wohl von Kindern und Jugendlichen

04.10.19 Allgemein

Die Aktionswoche Kinderschutz fand im September unter dem Motto „Rechte und Bedürfnisse von Kindern auf dem Prüfstand“ statt. Die Aktion wurde landesweit mit unterschiedlichen Projekten verschiedener Einrichtungen begangen. Das Beratungszentrum Bützow beteiligte sich mit drei unterschiedlichen Themen.

Mediennutzung von Kindern
In einer Gesprächsrunde zwischen Christin Piske und Schülern der 4. Klasse der Grundschule Bernitt ging es um „Chancen und Risiken der Mediennutzung im Grundschulalter“. Schnell zeigte sich, dass sich die 9- und 10-Jährigen intensiv mit Smartphone, Tablet oder Spielekonsole beschäftigen und zum Teil beängstigende Erfahrungen machen. Bedrohliche WhatsApp-Kettenbriefe, Spielsuchtneigungen oder Kopfschmerzen waren nur einige Themen. In Abwägung der Vor- und Nachteile der Mediennutzung erkannten die Kinder, dass es bei Langeweile oder dem Wunsch, sich mit anderen auszutauschen, „gesündere“ Alternativen gibt.

Im Kinderschutz geht es nicht allein darum, Kinder vor allen Gefahren zu beschützen, sondern sie gleichzeitig zu befähigen, achtsam zu sein und ihre Kompetenz in möglichst vielen Entwicklungs- und Bildungsbereichen zu stärken. Moderne Medien bieten den Kindern und Jugendlichen ein hohes Maß an Lernpotenzial und die Möglichkeit, sich direkt und weit zu vernetzen. Exzessive Mediennutzung ist dabei nicht nur ein Problem im Kindesalter, wie die Schüler*innen zu berichten wussten. Auch die Eltern und andere erwachsene Bezugspersonen haben in ihrer Vorbildrolle die Aufgabe, verantwortungsvoll mit Medien umzugehen und sich an gemeinsam aufgestellte Richtlinien und Regelungen zu halten.

Fetale Alkohol Syndrom
Um den Einfluss von Alkohol auf den Fötus während der Schwangerschaft ging es in einer Präsentation, die Katarina Zander mit in die neunte Klasse der Regionalschule Bernitt nahm. Für die 14- und 15-Jährigen standen zwei altersspezifische Themen im Mittelpunkt: Sexualität und Rauschmittel. Die umfassenden Störungen in der Embryonalentwicklung und die Beeinträchtigungen, die Kinder ihr Leben lang bewältigen müssen, wenn ihre Mütter schwanger Alkohol konsumieren, beeindruckten die Schüler. Aufgrund der positiven Resonanz soll eine Zusammenarbeit mit Schulen weiter verstärkt werden, um brisante Themen in die Klassenzimmer zu bringen.

Schwangerschaft/ Geburt/ Säuglingsalter
Ulrike Paetow lud ortsansässige Kinderärztinnen und Hebammen zu einer Gesprächsrunde in das Beratungszentrum ein, um über „das Recht des Kindes auf angemessene Sorge“ zu sprechen. Ziel ist es, auch in Zukunft eine weitreichende Vernetzung bei allen Beteiligten der Kinderversorgung, des Kinderschutzes und der Kinder- und Jugendhilfe zu gewährleisten. Ein regelmäßiger fachlicher (Erfahrungs-) Austausch dient dabei sowohl der eigenen Sensibilisierung als auch der Gewährleistung, dass „keiner durch das Netz fällt“.

Wir vom Beratungszentrum sind der Auffassung, dass die angemessene Sorge des Kindes bereits in der Schwangerschaft anfängt. Daher sind wir bemüht, allen Schwangeren beratend zur Seite zu stehen, sie ggf. an entsprechender Stelle weiter zu vermitteln und Kontakte zu Netzwerkpartnern herzustellen.

von Christin Piske

Ihr Ansprechpartner

Torsten Ehlers
Presse & Medien
Torsten Ehlers
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Platz der Freundschaft 14c
18273 Güstrow
Telefon: 03843 776 1040

torsten.ehlers@diakonie-guestrow.de