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10 Jahre Betreutes Wohnen

21.01.09 Allgemein

Am 29. Januar 2009 wird das Betreute Wohnen des Diakonievereins Güstrow e.V. sein 10-jähriges Bestehen mit Bewohnern und Mitarbeitern feiern. Auch interessierte Gäste sind herzlich in die Schnoienstraße 11 eingeladen. Neben einem festlichen Rahmenprogramm gibt es die Möglichkeit, mit Bewohnern und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen und das Haus zu besichtigen. „Die letzten 10 Jahre waren eine sehr bewegende Zeit“, erzählt Sozialbetreuerin Eveline Kresse. „Wir haben viele Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet. Schön ist, dass sich die Mieter zu einer guten Hausgemeinschaft zusammengefunden haben.“

Nach dem Umbau und der Sanierung des Altbaus – eines ehemaligen Güstrower Armenhauses – zogen im Dezember 1998 die ersten Mieter ein. Derzeit leben im Betreuten Wohnen 17 Frauen und Männer. Die Bewohner leben allein in einer eigenen behindertengerechten Wohnung und erhalten von den Mitarbeitern immer dann Unterstützung, wenn sie sie benötigen. „Wir helfen im Haushalt, füllen gemeinsam Anträge aus, begleiten die Bewohner bei Arztbesuchen oder sind einfach als Gesprächspartner da“, erklärt Katrin Becker, die seit mehr als zwei Jahren ehrenamtlich in der Schnoienstraße 11 tätig ist.

Seit der Eröffnung des Betreuten Wohnens ist die Nachfrage nach den 17 Wohnungen sehr hoch. Insgesamt vier Bewohner sind schon von Anfang an dabei. Unter ihnen ist auch Elsa Zarges, die mit ihren 95 Jahren die älteste Bewohnerin des Betreuten Wohnens ist. Bereut hat sie diesen Schritt keineswegs: „Ich habe hier liebe Nachbarn gefunden, die alle sehr hilfsbereit sind.“ Gern nimmt sie an den Spiel- und Beschäftigungsrunden oder am monatlichen Kaffeenachmittag teil. „Ich fühle mich hier einfach wohl und möchte hier bleiben“, sagt die Seniorin.

„Eine deutliche Verbesserung für das Betreute Wohnen bot die Errichtung eines Neubaus im Dezember 2004“, so Ilona Schallge, Pflegedienstleiterin der Diakonie-Sozialstation Güstrow. „Mit dem Neubau zog auch die Diakonie-Sozialstation Güstrow in das Haus und das Betreute Wohnen bekam endlich einen Gemeinschaftsraum, der für Veranstaltungen, aber auch für die Weiterbildungen der Mitarbeiter aller Diakonie-Sozialstationen und der Blutspendeaktionen genutzt wird.“ Alt- und Neubau sind durch einen Glasgang miteinander verbunden. „Dort, wo jetzt der Neubau steht, war früher ein Garten mit einer großen Linde“, fügt Eveline Kresse hinzu. „Als bekannt wurde, dass anstelle des Gartens ein Neubau entstehen soll, war die erste Frage aller Bewohner, was nun aus der schönen Linde werden soll. Es gab viele Diskussionen. Aber der liebe Gott hat gesorgt, dass es zu keinem Streit kam und hat die Linde durch einen Sturm gefällt. Nun freuten sich auch die Bewohner auf den Neubau.“