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10 Jahre CAP-Markt Elisabethstraße

19.06.14 Allgemein

Am 5. Juli feiert der CAP-Markt Elisabethstraße sein 10-jähriges Bestehen. Geplant sind Angebote für Kinder wie Hüpfburg, Kinderschminken und Bastelstraße. Von 11:00 bis 11:30 Uhr macht der Bürgermeister die Kasse. Dann wird Bürgermeister Arne Schuldt an der Kasse im Supermarkt sitzen und die Aufgaben übernehmen. Um 15:00 Uhr spielt das Blasorchester Schwetzin.

Am 1. Juli 1994 begann das Abenteuer Einzelhandel für die Diakonie Güstrow. Der CAP-Markt in der Elisabethstraße in Güstrow wurde an diesem Tag von der Tochterfirma, der Integra Güstrow GmbH, gegründet. „Schon einige Jahre zuvor war der Diakonie Güstrow die Bedeutung von Arbeit besonders für Menschen mit Handicaps deutlich geworden“, sagt Geschäftsführer Bernd Tolander. „Für Menschen mit psychischen Erkrankungen, geistigen Behinderungen und Lernbehinderungen ist es für ihr Selbstvertrauen von großer Wichtigkeit, eine sinnvolle Aufgabe zu haben“, so Bernd Tolander. Ein Teil der Gesellschaft zu sein, nicht an den Rand gestellt zu werden und Geld für den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können, trage sehr zur Stabilisierung der eigenen Lebenssituation bei.

Nach Prüfung mehrerer Konzepte zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Handicaps überzeugte der Kooperationsverbund der CAP-Märkte der Genossenschaft der Werkstätten in Stuttgart. „Nun galt es nur noch einen entsprechenden Standort zu finden, entsprechend dem Konzept nicht auf der grünen Wiese, sondern in einem Wohngebiet. Diese Möglichkeit ergab sich dann in ersten Gesprächen mit dem damaligen Betreiber des Spar-Marktes in der Elisabethstraße, der aus Altersgründen den Markt aufgeben wollte“, erinnert sich Bernd Tolander.

Am 1. Juli 1994 wurde der Markt mit Unterstützung der Aktion Mensch eröffnet. Dadurch wurden sieben Arbeitsplätze geschaffen, davon fünf für Menschen mit Handicap. Auch bei den überwiegend älteren Bewohnern des Wohngebietes war die Freude über die Wiedereröffnung sehr groß, so konnten sie wieder ihren täglichen Einkauf zu Fuß erledigen.

Im Lauf der Jahre wurde der Markt mehrmals umgebaut und erweitert. 2011 kam ein CAPPuccino dazu, in dem die Kunden bei einer Tasse Kaffee, einem Stück Kuchen oder einem herzhaften Imbiss verweilen können. Heute hat der Markt 13 Mitarbeiter, davon sechs mit Handicap. Sie haben eine verantwortungsvolle Aufgabe, arbeiten an der Kasse, räumen die Ware ins Regal ein und bedienen an der CAPpuccino-Theke.