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5 Jahre CAP-Markt

25.06.09 Allgemein

Milch, Butter und Schokolade rollen über das Laufband. Mathes Meyer begrüßt seinen Kunden und zieht die Produkte über den Scanner. Auf den ersten Blick scheint der CAP-Markt in der Elisabethstraße ein Lebensmittelgeschäft wie jedes andere auch zu sein. Doch der moderne Supermarkt mit dem EdekaSortiment ist etwas Besonderes. Denn neben Mathes Meyer arbeiten vier weitere Mitarbeiter mit einer Behinderung mit Fachkräften aus dem Einzelhandel zusammen.

„Der CAP-Markt ist eine Supermarktkette mit integrativem Konzept“, erklärt Bernd Tolander, Geschäftsführer der Integra Güstrow gGmbH, einer Tochterfirma des Diakonievereins Güstrow e.V., die den CAP-Markt betreibt. CAP kommt vom englischen Wort handicap, auf Deutsch: Behinderung. „Beschäftigt werden hier bevorzugt Menschen mit einem Handicap, die in verschiedenen Arbeitsgebieten eingesetzt werden können“, fügt Bernd Tolander hinzu.

„Am liebsten arbeite ich an der Kasse“, erzählt Mathes Meyer. Aber auch das Bestücken der Regale, das Sortieren von Zeitschriften und die Beratung von Kunden gehört zu seinen täglichen Aufgaben. „Mir gefällt die Arbeit sehr, weil sie so abwechslungsreich ist und wir ein starkes Team sind, das sich gegenseitig unterstützt“, sagt der 23-Jährige, der bereits seit drei Jahren im CAP-Markt angestellt ist. „Wir haben viele Stammkunden. Und ich freue mich immer, wenn sie mich auch außerhalb meines Dienstes auf der Straße begrüßen. Das zeigt mir, dass sie zufrieden mit meiner Arbeit sind.“

Die Kundschaft im CAP-Markt ist etwas älter. Vor allem Senioren, die in der Umgebung wohnen, nutzen den überschaubaren Laden für ihren täglichen Einkauf. Seit seiner Eröffnung im Jahre 2004 hat sich der CAP-Markt bei den Einwohnern in der Schweriner Vorstadt gut etabliert. Man schätzt das Angebot und die angenehme Atmosphäre. Das freut auch Marktleiterin Viola Schade, die von Anfang an dabei ist. „Die Zusammenarbeit in unserem Team hat sich in den letzten Jahren wunderbar eingespielt. Zwar arbeiten unsere Mitarbeiter mit Handicap etwas langsamer und man muss sie auch immer wieder fördern, trotzdem ist die Gesamtentwicklung sehr positiv.“

Am 1.Juli feiert der CAP-Markt in der Elisabethstraße seinen 5. Geburtstag. „An diesem Tag warten tolle Angebote und viele Rabatt-Aktionen auf unsere Kunden“, verspricht Viola Schade. Außerdem veranstalten wir ab 11.00 Uhr einen Markttag vor dem Supermarkt, an dem es frisches Obst und Gemüse, Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen geben wird.“

Neben dem CAP-Markt in der Elisabethstraße, betreibt die Integra Güstrow gGmbH einen weiteren CAPMarkt im Zentrum von Güstrow, einen in Rostock-Reutershagen und eine Gebäudereinigung. Mehr als 70 CAP-Märkte gibt es mittlerweile in ganz Deutschland. Fünf davon in Mecklenburg-Vorpommern.