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Ältester Stammkunde backt Waffeln für den CAP-Mark

25.08.08 Allgemein

„Hallo, Herr Gebard! Schön, dass sie wieder bei uns einkaufen gehen. Ich hoffe, Sie sind zufrieden“, begrüßt Marktleiterin Brigitte Pschribülla ihren ältesten Stammkunden im CAP-Markt in der Elisabethstraße des Diakonievereins Güstrow e.V. Ernst Gebard (94) lächelt. „Wenn ich nicht zufrieden wäre, würde ich hier nicht einkaufen gehen“, antwortet der lebenslustige Rentner schlagfertig. „Mir gefällt es hier. Die Angestellten sind sehr hilfsbereit. Sie tragen oft meine schweren Einkaufstüten nach Hause und haben immer ein offenes Ohr. Außerdem stimmen die Preise und das Angebot.“

Langsam schiebt der ältere Herr seinen Wagen durch den modernen Supermarkt. „Zwei bis drei Mal die Woche gehe ich hier einkaufen. Das bringt Abwechslung in meinen Alltag.“ Trotz seines Alters ist der ehemalige Fleischermeister sehr rüstig. „Seit dem Tode meiner Frau vor einem halben Jahr mache ich alles selbst: putzen, kochen und sogar backen.“ „Ja, mit selbst gebackenen Waffeln überrascht er oft unser Team“, freut sich Brigitte Pschribülla. Das Angebot des CAP-Marktes, gewünschte Produkte ins Haus liefern zu lassen, lehnt Ernst Gebard bisher ab. „Noch bin ich gesund und munter und schaffe den Einkauf allein.“

Eine Angestellte kommt hinzu und begrüßt Ernst Gebard mit Handschlag. Schnell merkt man, dass sich hier das Personal noch um die Kundschaft kümmert. „Die behinderten Menschen machen ihre Arbeit einfach wunderbar“, lobt Ernst Gebard.

Der Cap-Markt ist eine Supermarktkette mit integrativem Konzept: beschäftigt werden bevorzugt Menschen mit Behinderungen. Ihnen wird dadurch ein Stück normale Arbeitswelt geboten. Bereits seit vier Jahren gibt es den CAP-Markt in der Elisabethstraße. Von den acht festangestellten Mitarbeitern haben sechs eine Behinderung. Unterstützt werden sie von zahlreichen Praktikanten. „Natürlich gab es anfangs viele Berührungsängste zwischen behinderten und nicht behinderten Kollegen“, meint Brigitte Pschribülla. „Man braucht viel Geduld und Verständnis. Doch mit der Zeit sind wir ein tolles Team geworden. Und das spüren auch unsere Kunden.“ Denn wie eine Umfrage ergab, sind 95 Prozent der Kunden sehr zufrieden mit dem CAP-Markt in der Elisabethstraße.