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Lasst uns über Alkoholismus reden - Unterricht einmal anders

21.02.17 Allgemein

Dass Suchtprävention kein reines Erwachsenenthema ist, beweist der Lesestoff an einer Krakower Schule. Dort setzen sich Siebtklässler mit Ann Ladiges‘ Roman „Hau ab, du Flasche“ auseinander. Ein Buch in dem es um den Alkoholkonsum eines Jungen namens Roland geht. Das Buch erzählt wie Roland in die Alkoholsucht gerät und wie er versucht sich aus dieser zu befreien. Die Schüler lasen dieses Buch mit großem Interesse aber auch Entsetzen. Schnell zeigte sich, dass sie zu dieser Lektüre Fragen haben würden. Die Direktorin und Lehrerin der Schüler Frau Watzke nahm daraufhin Kontakt zur Sucht- und Drogenberatung der Diakonie Güstrow e.V., in deren Angebot auch Suchtprävention enthalten ist, auf.

Regine Gruse, Mitarbeiterin und Präventionskraft der Sucht- und Drogenberatung, sowie Herr Z., ein ehemaliger Betroffener der Alkoholsucht, stellten sich den Fragen der Schüler. „Die Idee einen Betroffenen dabei zu haben, kam bei der Lehrerin sehr gut an, denn so konnten die Kinder ihre Fragen jemanden stellen, der wissen muss, wie das Leben mit der Sucht ist, denn er hat sie selbst erlebt“, erklärt Regine Gruse. Zunächst berichtete Herr Z. den Schülern aus einer Zeit, in welcher der Alkohol eine sehr große Rolle für ihn gespielt hat. Er erzählt darüber, wie er einige Entgiftungen im Krankenhaus hinter sich gebracht und welche Auswirkungen sein übermäßiger Alkoholkonsum für ihn, seine Familie, seine Freunde und sein Leben gehabt habe. Nach dem Bericht durften die Kinder Fragen stellen und bekamen auf jede Frage eine Antwort. „Es ist uns wichtig mit solchen Veranstaltungen auch einmal herauszustellen, dass jeder für sein Handeln und seine Entscheidungen selbst verantwortlich ist und dies den Kindern klar zu machen. Auch die Entscheidung Alkohol zu trinken, trifft jeder für sich. Ein weiteres Ziel ist es aber auch den Kindern Mut zum „Nein“ sagen zu machen und somit anders als vielleicht ihre Freunde zu sein“, führt Regine Gruse aus.

In der Sucht- und Drogenberatung der Diakonie Güstrow e.V. findet jeder Gehör, egal ob selbst betroffen oder Angehöriger. Die Gespräche unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht. Für Schulen, Ausbildungs- und Freizeiteinrichtungen, Vereine, Betriebe und Organisationen bietet die Sucht- und Drogenberatung der Diakonie Präventionsveranstaltungen an, in denen über Abhängigkeiten, Sucht, Verhaltensstörungen, Folgen und Hilfemöglichkeiten aufgeklärt wird. Es ist auch möglich, Präventionsveranstaltungen gemeinsam mit einem abstinent lebenden Betroffenen durchzuführen.

Ihr Ansprechpartner

Torsten Ehlers
Presse & Medien
Torsten Ehlers
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Platz der Freundschaft 14c
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Telefon: 03843 776 1040

torsten.ehlers@diakonie-guestrow.de