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Profil 3/2018

12.12.18 Kunden- und Mitarbeiterzeitschrift

Im Profil widmen wir uns Themen, die nicht nur uns in Mecklenburg, sondern alle Diakonie-Mitarbeiter in Deutschland betreffen. Dazu gehört z.B. der Umgang mit Rechtspopulismus - hierzu hat die Diakonie Empfehlungen für ihre Mitarbeiter herausgegeben. Dazu gehört auch, wie die Diakonie als Arbeitgeber wirkt und worauf sie Wert legt.

An Reihe an Themen kommen natürlich auch aus unserer Diakonie Güstrow: Auf dem Wichernhof Dehmen werden neuerdings Menschen mit Autismus individuell begleitet, die KISS hat sich personell verstärkt und neue Selbsthilfegruppen haben sich gegründet. Auch die Reform der Pflegeausbildung ist Thema dieser Ausgabe.

Ihr Ansprechpartner

Torsten Ehlers
Presse & Medien
Torsten Ehlers
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Platz der Freundschaft 14c
18273 Güstrow
Telefon: 03843 776 1040

torsten.ehlers@diakonie-guestrow.de

Inhaltsverzeichnis

Themen & Aktuelles
  • Suche Frieden und jage ihm nach! Vorwort
  • Was gibt‘s Neues? Informationen / Termine
  • Haltung zeigen und Grenzen ziehen: Umgang mit Rechtspopulismus
  • Teil des guten Werkes sein: Arbeitgeberin Diakonie
  • Andacht: Fröhlich soll mein Herze springen
  • Vom König, der Gott sehen wollte
  • Menschen mit Autismus: Neue Wohnform in Dehmen
  • In Würde sterben: Hospizhelfer gesucht
  • Aktiv gegen den Pflegenotstand: Feierliche Azubibegrüßung
  • Pflegeausbildung wird reformiert
  • Ein ganz normaler Tag in der IT-Abteilung
  • #dpbc18: Das erste Diakonie Personaler Barcamp
  • Verstärkung bei der KISS
  • Neues aus der Selbsthilfe
  • Mitarbeiterporträt: Katarina Zander
  • Güstrow schwebt; Kochen wie um 1400
  • Jetzt unter einem Dach: Beratungsstellen ziehen um
  • Einkauf entscheidet über würdevolles Leben
  • Weihnachten: Das Geburtsfest Jesu
  • Vermischtes

 

Ausgewählte Themen

Menschen mit Autismus: Neue Wohnform in Dehmen

Es war für den Wichernhof ein Unglücksfall, dass das Haus Emmaus im Jahr 2017 einen Wasserschaden erlitt und nicht mehr bewohnbar war. Für die Bewohner wurde in einem anderen Gebäude eine neue Wohnung umge-baut. Jetzt bot sich die Möglichkeit, das Haus, nach einer notwendigen Kernsanierung, auch anders zu nutzen. Einerseits zog die Verwaltung aus dem alten Gebäude in den Hauptteil ein, andererseits blieb eine kleine Wohnung mit zwei Zimmern, Flur, Tagesraum, Bad und Küche. Schnell entstand die Idee, diese als Wohngruppe bzw. Einzelbetreuung zu nutzen, da sie für ein bis zwei Bewohner ideal wäre und sich für Menschen mit Autismus in Einzelbegleitung gut eignen würde.

Im April 2018 zog der erste Bewohner ein. Für Herrn K. war die neue Situation mit der neuen Umgebung schwierig. Hinzu kam, dass er sich nicht sprachlich äußern kann, sondern nur durch Mimik und Gestik kommuniziert und Unmut durch spezielle Verhaltensweisen zeigt. Für die Mitarbeiter in der Einzelbetreuung war es eine große Herausforderung, auf seine Bedürfnisse einzugehen und die Eingewöhnung so angenehm wie möglich zu gestalten. Es wurde darauf geachtet, eine feste Tagesstruktur zu schaffen sowie feste Gewohnheiten und Rituale beizubehalten, was viel Biografiearbeit bedeutete. Inzwischen hat sich Herr K. gut eingelebt und im September ist ein weiterer Bewohner, Herr H., eingezogen; eine neue Herausforderung, da jetzt zwei Autisten zusammenleben. Aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Einzug verlief die Eingewöhnung aber ohne größere Probleme, und der Alltag verläuft gut und mit einer festen Tagesstruktur, die individuell für die Bewohner gestaltet wird.

Güstrow schwebt: Kochen wie um 1400

Eine Herausforderung der besonderen Art gab es im Oktober für die Küchen der Diakonie Service Gesellschaft mbH. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Güstrow schwebt“ durften sie die Versorgung für die Abendveranstaltungen im Dom zu Güstrow übernehmen. Eigentlich nichts Besonderes, aber es sollten Speisen sein, die es auch um 1400 gegeben hat, wie zum Beispiel eine Buchweizen- oder auch Gulaschsuppe. Jeder Abend hatte ein bestimmtes Motto. So sollte es am Freitag nur vegetarische Speisen geben mit Lebensmitteln, die es auch um 1400 gegeben hat. Kartoffeln gibt es übrigens in Deutschland erst seit dem 17. Jahrhundert, durften demnach also nicht auf dem Tisch stehen.

Um diese Herausforderung neben dem normalen Betrieb zu bewerkstelligen, galt es, die Kräfte zu bündeln. Vorspeisen etwa wurden in der Röbeler Küche produziert und nach Güstrow transportiert. „Es war schon etwas Besonderes, die Speisen so zuzubereiten. Aber es hat alles sehr gut funktioniert, weil die Küchen als Teams sehr gut zusammengearbeitet haben. Für eine Küche alleine wäre dies nicht möglich gewesen. Toll dieser Zusammenhalt und ein Danke an alle Beteiligten dafür“, freute sich der Leiter des Küchenmanagements Volker Wöstenberg.