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Von Schonkost bis Fingerfood

19.09.11 Allgemein

In den fünf Küchen der DSG Diakonie Service Gesellschaft mbH wird täglich für mehr als 1.600 Personen gekocht. „Die Anforderungen an unsere fünf Küchen in Warin, Güstrow, Matgendorf, Malchin und Röbel sind vielfältig“, erklärt Küchenmanager Volker Wöstenberg. „Unsere Gerichte sollen schmackhaft, gesund, ausgewogen und abwechslungsreich sein und dies natürlich jeden Tag", fügt er hinzu.

Der Arbeitstag in den Küchen der DSG Diakonie Service Gesellschaft mbH, einer Tochterfirma der Diakonie Güstrow, beginnt früh. Kurz vor 6:00 Uhr kommt die diensthabende Köchin in die Küche und informiert sich als erstes über den Speiseplan des Tages. Jeden Tag stehen drei verschiedene Menüs zur Auswahl. Außerdem werden die stationären Einrichtungen der Diakonie Güstrow mit Frühstück und Abendbrot versorgt. „Unsere Hauptaufgabe ist es, die diakonischen Einrichtungen, in denen Senioren, Menschen mit Behinderungen und Psychiatrieerfahrung leben, mit qualitativem Essen zu beliefern“, sagt Volker Wöstenberg. Versorgt werden sieben stationäre und drei ambulante Einrichtungen der Diakonie Güstrow. Außerdem gehören Tagesmütter, Kindertagesstätten, Schulen, ambulante Dienste und Betriebe zu den Kunden. Menschen, die sich nicht mehr selbst versorgen können, bekommen das „Essen auf Rädern“ direkt nach Hause. Daneben werden Caterings für Familienfeste, Firmenfeiern und Gemeindeveranstaltungen durchgeführt. So stehen Vollwertkost, Schonkost, feine Canapés, aber auch Fingerfood-Buffets oder Essen aus der Gulaschkanone auf der Menükarte.

„Täglich wird ungefähr drei Stunden lang gekocht“, erzählt Doreen Lyska-Stilling, Küchenleiterin der Küche in Matgendorf. „Ab 9:00 Uhr wird das Essen dann in die Transportbehälter für die unterschiedlichen Abgabestellen portioniert und eingefüllt.“ Kraftfahrer Harald Göshel beginnt seinen Dienst. Er belädt den Essentransporter und fährt seine erste Tour. In der Zwischenzeit produziert die Küche die Speisen für die zweite Tour, die Harald Göshel gegen 11:00 Uhr antritt. „Viele glauben, dass unsere Küche jetzt Feierabend hat, aber das ist noch lange nicht der Fall“, lacht Doreen Lyska-Stilling. „Die Küche und alle Gerätschaften müssen nun gereinigt werden. Dann kommt auch schon das erste Geschirr aus den Einrichtungen zurück und muss durch die Geschirrspülmaschine gesäubert werden.“ Danach setzt sich die Küchenleiterin an ihren PC. Es wird Ware bestellt, Zahlen werden aktualisiert und der Speise- und Dienstplan gestaltet. „Sehr wichtig ist hierbei, den Vergleich des Verbrauchs durchzuführen und im Auge zu behalten. Denn es gibt Vorgaben, die zum Jahresanfang geplant worden sind und eingehalten werden müssen“, erklärt Doreen Lyska-Stilling. „Vor allem in diesem Jahr mussten wir sehr eng kalkulieren, um in unserem Budget zu bleiben, weil die Lebensmittelpreise so drastisch angestiegen sind“, fügt Volker Wöstenberg hinzu.

Um die Arbeit in den fünf Küchen effizienter zu gestalten und das Abrechnungssystem zu erleichtern, entschloss sich die DSG Diakonie Service Gesellschaft mbH für den Umstieg auf ein Software-System. Tagelange Routinetätigkeiten wie das Eintippen von Essenbestellungen wurden durch Scanner und Software ersetzt. „Durch die Software konnte sich die Küchen auch von den Rechnungen auf Papier verabschieden. „Das spart natürlich viele Kosten“, freut sich Volker Wöstenberg. Insgesamt arbeiten 49 Mitarbeiter in den Küchen der DSG Diakonie Service Gesellschaft mbH. Schwierig sei es, gutes Fachpersonal zu bekommen. „Wir sind bemüht, unser Personal durch gute Verträge und Arbeitsbedingungen zu halten“, sagt Volker Wöstenberg. „Interne Weiterbildungen sind wichtig, um auf dem Markt bestehen zu bleiben.“

Als Problem sehen die Mitarbeiter der DSG Diakonie Service Gesellschaft mbH, dass Lebensmittel heute oft nicht mehr wert geschätzt werden oder sogar zum Beispiel für die Gewinnung von Sprit missbraucht werden. Deshalb versuchen die Küchenmitarbeiter in regelmäßigen öffentlichen Vorführungen die Bedeutung von Lebensmitteln darzustellen. „Wir möchten, dass unsere Kunden wissen, dass Lebensmittel wertvoll sind.“